Fischarten






Fischname:
Atlantischer Hering
(Clupea harengus)
Ordnung:
Heringsartige
(Clupeiformes)
Familie:
Heringe
(Clupeidae)
Gattung:
Clupea
Der Atlantische Hering (Clupea harengus) ist ein Salzwasserfisch aus der Familie der Heringe (Clupeidae).
Er erreicht eine maximale Länge von ca. 45 cm und ein Gewicht von ca. 1.100 gr. Er ist in weiten Teilen des Nordatlantiks verbreitet.
Der Atlantische Hering ist in der Lage, Geräusche zu produzieren und auch selbst wahrzunehmen. Dank einer Verbindung von der Schwimmblase zum Mittelohr hört dieser Hering gut - nicht aber Ultraschall, wie ihn Zahnwale zum Orten verwenden.
Die Geräusche werden von diesem Fisch vorwiegend nachts und offenbar durch Ausstoßen von Gas aus einem Schwimmblasen-Porus vor der Afteröffnung erzeugt. Der Zweck dieses Verhaltens ist noch unklar. Da sich aber die Geräuschproduktion mit der Größe des Heringsschwarms steigert, kann man es auch als Kommunikation deuten.
Der Atlantische Hering zählt zu den wichtigsten Speisefischen der Welt. Er wird kommerziell mit Schleppnetzen, in Küstennähe mit Stellnetzen und mit der Bundgarnmethode befischt.
Der Atlantische Hering (Clupea harengus) kann maximal über 20 Jahre alt werden.
Die wichtigsten Merkmale des Atlantischen Herings:
Verwechslungsarten: Der Atlantische Hering besitzt im Vergleich zu den anderen Heringsarten eine Ansammlung kleiner, ovaler Zähne am Pflugscharbein (Vomer). Im Körperbau ähnelt er sehr dem Pazifische Hering (Clupea pallasii).
Der Atlantische Hering (Clupea harengus) wird maximal etwa 45 cm lang und bis zu 1,1 kg schwer. Seine durchschnittliche Länge beträgt etwa 30 cm.
Der Atlantische Hering (Clupea harengus) hat ein weites Verbreitungsgebiet im Nordatlantik, das sich von der Biskaya bis in die Ostsee und nördlich in den Arktischen Ozean bis nach Spitzbergen und Nowaja Semlja erstreckt. Nach Westen erstreckt es sich über Island und Südwestgrönland bis zur Küste von South Carolina.
Dieser Hering lebt in der Regel küstenfern, wo er sich tagsüber im tiefen Wasser (ca. 150 m bis 360 m Tiefe) aufhält und nachts aufsteigt. Nur zum Laichen kommt er in Küstennähe. Der Atlantische Hering ist ein Schwarmfisch, die Schwärme können mehrere zehntausend Fische umfassen. Weitere Heringsbestände gibt es in der Nordsee und im Skagerrak.
Die Laichzeit des Atlantischen Herings (Clupea harengus) ist abhängig von der jeweiligen Population und schwankt daher stark. Der Ostseehering laicht im Frühjahr, Nordseehering im Herbst. Diese Heringe paaren sich in Wassertiefen von ca. 40-80 m.
Die Rogner des Atlantischen Herings laichen etwa 20.000 bis 50.000, bei sehr großen Exemplaren können es auch über 150.000 Eier sein, ab. Diese Eier besitzen eine Länge von ca. 130-150 mm. Die Befruchtung der Eier durch die Milchner erfolgt im Freiwasser. Nachdem die Eier befruchtet wurden, sinken sie zu Boden und bleiben dort an Steinen, Wasserpflanzen oder sonstigen Gegenständen haften. Die Elternfische betreiben keine Brutpflege.
Der Schlupf der Fischlarven erfolgt nach ca. 14 Tagen (je nach Wassertemperatur). Nach dem Schlupf treiben die Fischlarven an die Wasseroberfläche und treiben dort pelagisch im Plankton. Nachdem der Dottersack aufgebraucht wurde ernähren sich die Jungfische von Plankton.
Die Hauptnahrung des Atlantischen Herings (Clupea harengus) sind Ruderfußkrebse (Copepoda), die im Plankton leben. Jungfische bevorzugen zunächst das Phytoplankton (Algen), ältere Fische das Zooplankton. Im Herbst frisst der Atlantische Hering jedoch auch kleine Krabben und Fische.
Der Atlantische Hering schwimmt mit weit geöffnetem Maul durch das Plankton und filtert seine Nahrung mit Hilfe der Kiemenreuse aus dem Wasser.
Der Atlantische Hering ist ein fetter Speisefisch, der aufgrund seines hohen Eiweißgehaltes, seiner günstigen Fettsäurenzusammensetzung sowie seines Jod- und Selengehaltes zu den wichtigsten Speisefischen der Welt zählt.
Rohe Heringe werden wie folgt unterschieden:
Der Atlantische Hering versorgt unseren Körper mit wichtigen Nährstoffen wie z.B. Vitamin A, B2, B6, B12, Jod, wichtigen Mineralstoffen und Omega-3-Fettsäuren.
Mehr über die Nährwerte dieses Fisches erfahren Sie hier: Nährwerte des Atlantischen Herings.
Leckere Heringsrezepte:
Spinnfischen
(die nachfolgenden Beschreibungen sind nur Vorschläge - natürlich können auch andere Methoden bzw. Gerätschaften benutzt werden)
Spinnrute (ca. 2,70 - 3 m Länge, 30-70 gr Wurfgewicht)
robuste Multirolle oder Stationärrolle (salzwasserfeste Rollen!)
0,10-0,14 geflochtene Schnur oder 0,25-0,30 monofile Schnur
0,20-0,25 monofile Schnur, Herings-Paternoster, Heringsbleie 30-80 gr
0,14-er Haken
Kunstköder am Herings-Paternoster (Fischhaut oder bunte Kunststofffasern)
Die Heringssaison beginnt Ende März bis Anfang April, wenn das Wasser sich wieder erwärmt. Die besten Fangzeiten sind die Morgen- und Abendstunden. Gute Fangplätze sind z.B. der Bodden bei Rügen und die Häfen von Rostock und Lübeck.
Da Heringe nachts nichts sehen, sollte nicht im dunkeln auf Hering geangelt werden.
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