Fischarten






Fischname:
Elritze, Maipiere
(Phoxinus phoxinus)
Ordnung:
Karpfenartige
(Cypriniformes)
Familie:
Weißfische
(Leuciscidae)
Gattung:
Phoxinus
Die Elritze (Phoxinus phoxinus) ist ein kleiner Süßwasserfisch aus der Gattung Phoxinus und der Familie Weißfische (Leuciscidae). Die Elritze wird maximal ca. 14 cm lang.
Elritzen leben in teilweise sehr großen Schwärmen nahe der Wasseroberfläche. Sie entfernen sich meist nicht weit von Ihren Versteckplätzen (überhängende Ufer mit Wurzelgewirr, Steine, dichte Pflanzengruppen unter Wasser), in die sie sich bei Gefahr blitzschnell zurückziehen. Die Elritze dient als Indikator für die Güte eines Gewässers. Verschwinden die Elritzen, hat sich die Wasserqualität sehr wahrscheinlich verschlechtert.
Im Handel werden manchmal sogenannte "Gold-Elritzen" angeboten: bei dieser Art handelt es sich um eine Zuchtform der Amerikanischen Dickkopfelritze (Pimephales promelas), auch "Dickkopf-Kärpfling" genannt, welche mit der Elritze (Phoxinus phoxinus) nicht verwandt ist. Die englische Bezeichnung der Elritze lautet "Common Minnow". Die Elritze wird auch "Pfrille" oder "Maipiere" genannt.
Elritzen werden oft als Laichräuber und Nahrungskonkurrent von Salmoniden wie z.B. Bachforellen oder Regenbogenforellen bezeichnet. Diese Arten ernähren sich jedoch im adulten Stadium von Elritzen.
Das maximal publizierte Alter einer Elritze (Phoxinus phoxinus) beträgt 11 Jahre.
wichtige Merkmale der Elritze:
Verwechslungsarten: Das Moderlieschen (Leucaspius delineatus) besitzt eine deutlich oberständige Mundspalte und viel größere Schuppen.
Die Elritze (Phoxinus phoxinus) wird maximal ca. 10-14 cm (Weibchen) bzw. 7-10 cm (Männchen) lang.
Das Verbreitungsgebiet der Elritze (Phoxinus phoxinus) ist Mitteleuropa von Nordspanien und Norditalien bis nach Asien. Die Elritze fehlt im Norden Schottlands und Skandinaviens und auf den Peloponnes.
Die Elritze ist ein kleiner lebhafter Schwarmfisch und kommt vor allem in flachen, klaren und sauerstoffreichen Gewässern mit viel Strömung und kiesigen Untergründen vor. Sie kann aber auch in Hochalpenseen bis 2.000 m NN und im Brackwasser existieren.
Temperatur: 12 °C - 20 °C
pH-Wert: ca. 7,0-7,5
Gesamthärte: 10-20 °dGH
Wasserregion: Mitte, oben
Aquarium: ab ca. 120 cm Beckenlänge
Schwierigkeit: einfach, Zucht mittel
Fütterung:
Lebendfutter: hauptsächlich Mückenlarven, Wasserflöhe, Tubifex
Haltung:
Die Elritze sollte in einer Gruppe (ab 5 Tieren) in einem Kaltwasseraquarium gehalten werden. Die Wassertemperatur sollte nicht über 20 °C liegen. Der Beckenboden sollte aus feinem Kies oder Sand bestehen. Das Becken sollte außerdem an manchen Stellen dicht bepflanzt sein, jedoch noch viel freien Schwimmraum bieten. Als Versteckmöglichkeiten bieten sich Wurzeln und Steinaufbauten an.
Elritzen benötigen sauberes, klares Wasser. Daher muss das Becken gut gefiltert und belüftet werden (Elritzen benötigen einen hohen Sauerstoffgehalt). Eine stärkere Strömung ist ebenfalls von Vorteil.
Zucht:
Die Nachzucht sollte in einem separaten Zuchtbecken erfolgen. Um die Laichbereitschaft zu stimulieren, muss das Wasser im Zuchtbecken auf 11-15 cm abgesenkt werden, es sollte jedoch weiterhin eine stärkere Wasserströmung bestehen. Das Wasser muss außerdem unbedingt klar und absolut sauber sein. Der Boden des Zuchtbeckens sollte aus groben Kies bzw. Steinen bestehen.
Sobald das Weibchen seine Eier an bzw. zwischen den Steinen abgelaicht hat, sollte man die Elternfische aus dem Zuchtbecken entfernen, die Wasserströmung reduzieren bzw. einstellen und das Wasser gut mit Sauerstoff belüften. Die jungen Elritzen schlüpfen nach ca. 4-8 Tagen und schwimmen nach weiteren 24 Stunden frei. Dann ist der Dottersack aufgebraucht und die Fischlarven können mit Artemia-Nauplien gefüttert werden.
Zur Laichzeit (April bis Juli) schließen sich Elritzen (Phoxinus phoxinus) zu größeren Schwärmen zusammen und wandern bachaufwärts.
Laichgründe der Elritze sind flache, kiesige, gut durchströmte und sauerstoffreiche Gewässerabschnitte.
Hier legen die weiblichen Elritzen an den Steinen am Gewässergrund ca. 200 bis 1.000 leicht klebrige Eier mit einem Durchmesser von ca. 1 bis 1,3 mm ab.
Diese bleiben an Steinen haften, die jungen Elritzen schlüpfen nach 4 bis 8 Tagen. Die Fischlarven sind zunächst äußerst lichtscheu und verbergen sich in den ersten Tagen zwischen den Steinen.
Nachdem der Dottersack ungefähr 24 Stunden nach dem Schlupf aufgebraucht ist, ernähren sich die jungen Elritzen von feinstem Plankton. Die jungen Elritzen wachsen sehr langsam und erreichen ihre Geschlechtsreife erst nach ungefähr 2 Jahren.
Die Elritze (Phoxinus phoxinus) ernährt sich in freier Natur hauptsächlich von kleinen Bodentieren (z.B. Bachflohkrebse oder Insektenlarven), Fischlaich, Kleinkrebsen, Algen und Anflugnahrung von der Gewässeroberfläche.
häufige Krankheiten bei Weißfischen (Leuciscidae):
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